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... unser Klubleben im Rückspiegel

Jubiläumsanlass 30 Jahre GSKAE

30 Jahre! Grund genug ein wenig zu feiern. Aufgrund der Coronasituation musste der Anlass auf den Herbst 2021 verschoben werden! Nun war es aber soweit! Am Samstagnachmittag /-abend, 20. November 21 feierten wir.

Die Klubmitglieder wurden auf einen Ausflug und die Besichtigung der High Adventure mit Urs Haari eingeladen. Rundgang, Vortrag, Apéro wurden geboten. Anschliessend genossen die Klubmitglieder ein feines Nachtessen im Muoshof in Malters.

Bericht im Entlebucher Anzeiger:

Gleitschirmklub wird 30-jährig

1990 wurde im Entlebuch ein Gleitschirmklub gegründet. Die damals noch junge Sportart fand in unserem Tal bereits einige Anhänger. Die Jubiläumsfeier musste wie vieles Andere verschoben werden, konnte nun aber mit einem Ausflug und einem Nachtessen durchgeführt werden. Die Klubmitglieder trafen sich in Dallenwil in einem Checkzentrum und erfuhren so Einiges zur Materialsicherheit.

Gründung in der Pionierzeit

Am 24. März 1990 trafen sich 24 Fliegerinnen und Flieger zur Gründung eines regionalen Gleitschirmklubs in Hasle. Die Geburtsstunde des Klubs! Tagespräsident war Peter Theiler, welcher für seine Pioniertaten an der GV im 1993 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Dem Gründungspräsidenten Walter Duss folgten im 95 Hans Vogel und im 2008 Hansjörg Zihlmann. Bereits im Jahre 1991 stand natürlich ein Jahresprogramm und u.a. wurde ein Flug von der Schratten zum Bumbach geplant und umgesetzt. Ein paar Thermikschnüffler schafften es gar bis nach Marbach. Auch ab dem ersten Vereinsjahr fand am Bettag ein gemeinsamer Anlass mit dem SAC Entlebuch statt, welcher heute noch fixer Bestandteil des Jahresprogrammes ist. Geändert hat sich wohl die Kommunikation. Inzwischen ist weder Telefon 180 noch der Telefonbeantworter für Durchführungsentscheide notwendig. Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes war in den ersten Klubjahren der Ausflug und Runterflug vom Dom im Wallis! Der Klub sah es als eine seiner Aufgaben, den jungen Sport in der Region zu verankern, aber auch das Zusammenspiel aller Beteiligten zu fördern. So traf man sich beispielsweise bereits 1991 mit den Jägern um u.a. am Gsteig ein gutes Miteinander auszuhandeln. Mit dem Verzicht des Soarens im Kessel und einer entsprechenden Hinweistafel beim Landeplatz wurde dem Wildschutz Rechnung getragen. Dergleiche Aktionen wurden bei den Landbesitzern initiiert. Ein gutes Einvernehmen bei den Start- und Landeplätzen ist unabdingbar für uns Piloten. Daher wurde rechtzeitig Kontakt aufgenommen, Vereinbarungen getroffen und eine kleine Entschädigung oder ein Arbeitseinsatz angeboten.

Der Schnuppertag ist seit Beginn des Klubs ein fester Bestandteil unseres Programms. Am letzten Oktoberwochenende wird – wenn es das Wetter und der Wind zulässt – in Escholzmatt ein Schnuppern mit echten kleinen «Hüpfern» angeboten. Das Tätigkeitsprogramm des Klubs enthielt und enthält jedes Jahr Ausflüge in bekannte Fluggebiete, welche für einige Mitglieder aber vielleicht noch neu sind. So kann jeder quasi sein «Repertoire» erweitern und dies in geselliger Runde. Ab und zu gab es auch sehr spezielle Events. So zum Beispiel im 1996 bei der Sportplatzeinweihung in Schüpfheim. Die Gleitschirmflieger durften den Ball aus der Luft bringen. Wer etwas mehr von unsere Vereinsgeschichte wissen und vor allem sehen will, sei unsere Homepage www.gskae.ch empfohlen.

Jubiläumsfeier mit Weiterbildung

Sicherheit ist ein ständiges Thema beim Gleitschirmfliegen. Nebst richtiger Einschätzung der Wetterbedingungen und der eigenen Fähigkeiten, sind Kenntnisse und regelmässige Wartung des Materials zentral. Also nicht zufällig waren wir am vergangenen Samstag in Dallenwil bei Highadventure zu Gast. Das Zentrum importiert Gleitschirme und führt ein Checkzentrum. Der regelmässige Check des Schirmes ist in der Schweiz nicht gesetzlich vorgeschrieben aber in wörtlich eigenem Interesse sinnvoll. Die Mitarbeiter von Highadventure führten uns durch ein Checkprozedere und beantworteten die vielen Fragen. Zu sehen war zum Beispiel wie die Leinen des Gleitschirmes auf ihre Reissfestigkeit geprüft werden, wie die Länge der Leinen kontrolliert und allenfalls neu eingestellt werden, wie durchlässig das Tuch noch sein darf und wie es sich mit der Reisfestigkeit desselben verhält. Dass ein Knoten in den Leinen dieselbe schwächt (nur noch etwa ein Drittel der Reissfestigkeit) oder dass die Leinen bei Gebrauch nicht länger sondern kürzer werden hat doch den Einen oder Anderen erstaunt. Eine regelmässige Materialkontrolle und ein sorgfältiger und schonender Umgang mit dem Material sind wohl bei jedem anderen Fluggerät Selbstverständlichkeit. Mit dem Besuch ist uns Fliegerinnen und Flieger diese scheinbar banale Weisheit eindrücklich in Erinnerung gerufen worden. Mit aufgefrischtem und teilweise neuem Wissen durften wir den Nachmittag schliessen und zu einem feinen Nachessen übergehen. Sicherheit und Geselligkeit waren unserem Klub schon vor 30 Jahren wichtig und sind es heute noch.

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